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[* 2007-09 Einschnitte ]

Performance am Samstag, 15.09.2007, 11.00 - 17.00 Uhr im Bereich Schimmelmannstraße, Schimmelmannstieg, Hamburg-Wandsbek im Rahmen von wandsbektransformance.

In der Auseinandersetzung um "die Gegenwart des Kolonialen", wie beispielsweise die straßennamentliche Präsenz des Gründervater von Hamburg-Wandsbek, Heinrich Karl von Schimmelmann (1724 - 1782), der sein Geld mit Kattun, Waffen, Alkohol und Sklavenhandel verdiente, werden Zucker und Kaffee gen Westen entlang der Schimmelmannstraße verstreut, anschließend wieder zusammengekehrt und in Einmachgläsern gesammelt - vermischt mit dem Alltagsstaub des 21. Jahrhunderts und symbolisch mit seinen politischen Tücken.






[ Bilderschau ]

[* 2010-04 ‽ - Interrobang ]

Das Interrobang (‽) ist ein seltenes, im Deutschen nicht benutztes Satzzeichen, das die Funktionen eines Fragezeichens und eines Ausrufezeichens vereinigt. Typografisch werden die beiden Zeichen übereinandergelegt.

Die Installation geht vom Text aus, der zunächst als Gewebe definiert werden kann und sich inhaltlich auf den Ort und auf die dort arbeitenden Menschen bezieht. Aus drei benachbarten Polstereien sind aus geführten Interviews Fragmente destilliert, die sich auf die ganz persönliche Liebe zum Berufsstand, aber auch auf die Situation der Handwerker/innen im sich wandelnden Hamburg-Altona, der Konkurrenz durch Billigangebote im Stadtteil und die steigenden Mieten, die schleichende Gentrifizierung (und das Vergessen der angestammten Betriebe) beziehen.








[ Bilderschau ]

Aufgebracht als weißes Schriftbild auf die Rückseiten von ausgeborgten Musterbüchern für die Polsterei sind die Textfragmente an die Wand gehängt und nützen als "Kunst" hauptsächlich denjenigen Betrachtern, die selbst eine Verbindung zu diesem Stadtteil oder dem Handwerk der Polsterei haben ...

[* 2010-04 Herz_Schacht ]

Der Grafschafter Museums und Geschichtsverein e. V. (GMGV) eröffnete am 25. April 2010 zum 6. Mal in ununterbrochener Folge in dem unter seiner Obhut stehenden Industriedenkmal des Fördermaschinengebäudes Rheinpreußen Schacht IV eine Kunstausstellung.

Die geflieste Wand dient als kariertes Blatt für Texte, die die architektonische Bedingtheit und den kulturgeschichtlichen Hintergrund der Zeche recherchieren und in mit ehemaligen Bergleuten persönlich geführten Interviews individualisieren.

Die Textinstallation, die sich um die vorhandenen historischen Elemente wie Anzeigetafeln und Schaltkästen gruppiert, bleibt auch nach der Ausstellung "Herz_Schacht" auf Dauer erhalten.



 



cb

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